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In-Situ-Sanierungsverfahren - INSISA                             


IBL hat unter dem Markennamen INSISA (biologische IN-SITU SANIERUNG) vier effektive biologische Verfahren zur Sanierung von Altlasten und Schadensfällen entwickelt, die je nach Schadstoffart und Schadstoffbelastung differenziert eingesetzt werden.

1. INSISA.byox Standardverfahren für aerob abbaubare Schadstoffe

Bei diesem Verfahren wird Grundwasser aus dem Abstrom des Schadens entnommen, aufbereitet und kontinuierlich mit Sauerstoffträgern und Nährstoffen versetzt (by oxygen). Dieses Wasser wird zur Etablierung eines Spülkreislaufes oberstromig in den belasteten Grundwasserbereich bzw. über Infiltrationslanzen in den belasteten Bodenbereich eingebracht. Durch die gezielte Steuerung von Förderung und Versickerung des entnommenen Infiltrationswassers in den belasteten Bodenbereichen werden die standorteigenen Mikroorganismen zum aeroben Abbau der Schadstoffe stimuliert.

2. INSISA.red Standardverfahren für anaerob abbaubare Schadstoffe

Dies ist ein Sanierungsverfahren mit geschlossenem System als Kreislaufführung für Schadstoffe, die ohne Sauerstoff unter stark reduktiven Bedingungen und hohem organischen Anteil an Grundwasserinhaltsstoffen abgebaut werden können (reduktiv): LHKW bei Standorten mit hoher DOC-Hintergrundbelastung z.B. alte Industriestandorte.

3. INSISA.switch Aerob-Anaerob-Wechselverfahren für komplexe Schäden

Dieses Verfahren ist dadurch charakterisiert, dass der Abbau der Schadstoffe über Zwischenprodukte erfolgt, die in den anaeroben Phasen gebildet werden und in der aeroben Phase vollständig abgebaut werden (switch oxygen). Wie bei dem Standardverfahren wird in einem Spülkreislauf Grundwasser aus dem Abstrom des Schadens entnommen, aufbereitet und oberstromig in den belasteten Grundwasserbereich bzw. über Infiltrationslanzen in den belasteten Bodenbereich eingebracht. Durch die gezielte Zugabe von Sauerstoffträgern und Nährstoffen in der aeroben Phase bzw. Cosubstraten und Nährstoffen in der anaeroben Phase werden die standorteigenen Mikroorganismen zum Abbau der Schadstoffe stimuliert.

4. INSISA.FNA Spezialverfahren für niedrig belastete Schadensbereiche (Fahnen)

"FNA" (Forced Natural Attenuation) bezeichnet die kontrollierte Aktivierung der Selbstreinigungskräfte des Bodenkörpers. Bei diesem Verfahren werden, die gesamte Breite des Schadensbereiches erfassend, ein oder mehrere Brunnen gebohrt, in welche die geeigneten Zuschlagstoffe, entweder Sauerstoffträger und Nährstoffe oder Cosubstrate und Nährstoffe, zugegeben werden. Die IBL verfolgt mit dem FNA-Verfahren bei Verunreinigungen mit niedrigen Schadstoffgehalten - meist in sogenannten Schadstofffahnen -, bei denen ein aufwendiger Spülkreislauf nicht sinnvoll ist, die Strategie einer lokalen Etablierung von biologischen Abbauzentren. Die Reduzierung der Schadstoffe auf die angestrebten Werte erfolgt im durchströmten Untergrund in einer Kombination von biologischem Abbau und der Nutzung des Bodenkörpers als Retentions- bzw. Adsorptionskörper für die Schadstoffe.



Internationale Trainee-Programme/Schulungen


Biologische In-Situ Sanierungsverfahren - INSISA

Die erfolgreiche Anwendung biologischer in-situ Verfahren zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Lösung bei Standorten mit kontaminiertem Boden und Grundwasser erfordert detaillierte hydrogeologische und mikrobiologische Kenntnisse sowie verfahrenstechnisches Know-how, um Sanierungsplanung und technische Umsetzung optimal zu gewährleisten. Unsere Experten aus der Mikrobiologie und der Chemie, der Geologie und der Verfahrenstechnik geben ihr Wissen und ihre Erfahrung weiter.

So bietet IBL weltweit planenden und ausführenden Firmen im Sanierungsbereich die Möglichkeit über Schulungen, Know-how Transfer und Lizenzierung die höchst wirtschaftlichen INSISA-Verfahren zur mikrobiologischen In-Situ-Sanierung im eigenen Markt selbständig erfolgreich zur Anwendung zu bringen. Im Zuge des Transfers realisieren wir gemeinsam mit unseren Kunden die Anpassung der Verfahren an die spezifischen lokalen Verhältnisse (Adaption). Unser Leistungsangebot zum Wissenstransfer richtet sich an den Interessen und Möglichkeiten unserer Geschäftspartner aus. Die Ziele unserer Kunden werden so zu unseren Zielen.


In Trainingsprogrammen und Workshops in Deutschland und/oder im Zielland werden bedarfsgerecht vermittelt:


  • Verständnis zur Plausibilitätsbewertung hinsichtlich der Einsetzbarkeit der Verfahren  
  • Biologisch/biochemische Grundlagen bis hin zu mikrobiologischem Spezialwissen
  • Spezielle umweltanalytische und biologische Testprogramme sowie Laborversuche
  • Erarbeitung eines detaillierten und umfassenden Verständnisses   der Geologie/Hydrogeologie am Standort
  • Einsatzzweck und Methoden der Grundwassermodellierung und Tracer-Technik
  • Interdisziplinäre, integrative Projektbearbeitungsprozesse im Kontext von Konzeption, Planung und Durchführung
  • Verfahrens- und Anlagentechnik zu vier differenzierten INSISA-Methoden
  • Sanierungsmonitoring mit speziellen Multilevel-Systemen und analytischen Kontrollen
  • Massnahmen zur Sanierungsoptimierung bereits laufender Prozesse
  • Effizientes Datenmanagement mittels Geografischer Informationssysteme (GIS)


Nach Möglichkeit erfolgen die Schulungen unter Einbindung realer Vorhabens- bzw. Projektdaten unserer Trainee-Kunden.


Mit großem Erfolg praktiziert IBL diese kooperative Form des Technologie- und Know-how-Transfers seit 2003 als Consultant im Auftrag einer brasilianischen Umweltfirma in die Länder des MERCOSUR. Diese Massnahme wird unterstützt durch die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (inWent), hervorgegangen aus der Fusion von Carl Duisberg Gesellschaft e.V. und Deutscher Stiftung für internationale Entwicklung. Die zur Co-Finanzierung bereit gestellten Mittel stammen vom Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).